• Daniel Fehring

DAX zittert vor erneutem Lock-Down

Geht die US-Wahl am 3. November vor den Supreme Court? Es war für die Amerikaner ein kleiner Schock, als die US-Richterin, Ruth Bader Ginsburg, überraschend gestorben ist. Anders, als in Europa, ist das amerikanische Rechtssystem auf Präzedenzfälle aufgebaut. Somit haben Richter wesentlich mehr Entscheidungsfreiheiten, da eine gewisse Auslegung immer möglich ist. Die Richter machen somit auch Politik. Es ist nicht verwunderlich, dass Donald Trump so schnell, wie möglich vor den Wahlen für Ersatz für Bader Ginsburg sorgen möchte. Noch dazu soll diese Neubesetzung konservativ gestimmt sein. Seit 1790 ist eine Besetzung des Obersten Gerichtshof der USA mit 6 Personen vorgesehen. Seit vielen Jahren ist dieser jedoch mit 9 Personen besetzt. Aktuell sind es nur 8. Die Richter und die Anzahl der Mitglieder werden vom Kongress auf Lebenszeit bestimmt. Zwei dieser Richter wurden während der Amtszeit von Donald Trump schon in Konservative ausgetauscht. Nun gilt es eine weitere konservative Richterin zu finden. Das kann im Fall der Fälle, falls es zu Wahlstreitigkeiten kommen würde, Donald Trump sehr helfen. Die Opposition hingegen wehrt sich mit Händen und Füßen gegen eine Neuernennung vor den Wahlen. Das hat einen schlechten Beigeschmack... Sollte tatsächlich eine Manipulation geplant sein? Aktuell wird alles unternommen, um Donald Trump von einer Wiederwahl abzuhalten. Es ist erstaunlich, welche Mittel hierzu eingesetzt werden.

Kommen wir wieder zu unserem Lieblingstier, dem DAX. Die Corona-Ängste nehmen wieder zu. Da konnte die kurzfristige Erholung des DAX gestern auch nicht Stand halten. Egal wo, werden die Maßnahmen wieder verschärft. Das bringt wieder Erinnerungen an April und Mai an den Tag. Zugleich geht z.B. Bayern davon aus, dass sich die Wirtschaft bis Ende 2021 wieder vollständig erholt hat. Was sich die Politiker alles erlauben können. Erst München halb zusperren und dann von einer Erholung sprechen. Anscheinend glaubt man in der Maximilianstr. tatsächlich, dass man dem Volk alles erzählen kann. Der DAX wurde gestern angezählt. Selbst kleine Erholungen sind nur technische Reaktionen. Die Befürchtung eines kleinen Lockdowns sind zu groß geworden. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind jedem bekannt. Aus technischer Sicht könnte in den ersten Stunden eine kleine Erholung für den DAX folgen, da dieser gestern in den außerbörslichen Stunden noch kräftig bis 12.444 nachgegeben hat. Daher wird der DAX mit einem Minus eröffnen, obwohl er sich zum Teil in der Nacht erholt hat. Das wird jedoch nicht lange andauern. Die mittelfristige Korrektur ist auf der Unterseite noch nicht abgeschlossen. Wir versuchen die kleine Erholung auf der Oberseite für einen Shorteinstieg zu nutzen.

Tradevorschlag DAX:

Verkaufslimit: 12.510

Stop Loss: 12.650

Take Profit: 12.410

Wirtschaftsdaten von Heute:

09:00 EU/EZB, Sitzung des erweiterten Rats (General Council), Frankfurt

09:30 CH/SNB, Ergebnis der Sitzung des geldpolitischen Rats

10:00 DE/Ifo-Geschäftsklimaindex September

10:00 EU/EZB, Wirtschaftsbericht

14:30 US/Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

16:00 US/Neubauverkäufe August

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Daniel Fehring | Chefanalyst


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