• Daniel Fehring

DAX Tagesmeinung 14.03.2022

Verhandlungen beflügeln DAX


Die aktuelle Nachrichtenlage ist ein wenig verwirrend. Meldungen, dass die Großmacht Russland China um militärische Hilfe bittet und dass Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien vorankommen, ist divergent. Es ist auch branntgefährlich China um militärische Hilfe zu bitten. Das zeigt sich auch in den Indizes heute Nacht. Dann würde sich der Konflikt unter Umständen um den ganzen Globus ziehen. Zudem nimmt die Opferzahl zu und der Krieg geht weiter. Selbst wenn man gut im Addieren ist, ergibt die Nachrichtenkultur einem Aussenstehendem kein einheitliches Bild mehr. Dennoch ist der DAX in der Nacht wieder auf dem Vormarsch gewesen. Allein von den asiatischen Märkten hängte dieser Wochenstart nicht ab, da diese absolut uneinheitlich waren. Japan behauptet und Hong Kong schwach. Somit ist aus dem östlichen Raum kein einheitliches Bild zu erkennen.

Es ist jedoch zu betonen, dass jegliche DAX-Anstiege derzeit noch auf wackligen Füssen stehen. Es wird in den nächsten Tagen von der deutschen Politik abhängen, wie sich der DAX bewegen wird. Die Forderung nach einem Energie-Embargo wird immer lauter. Russland soll bestraft werden. Die Frage bei einem Embargo wäre eher, ob Deutschland nicht mehr bestraft werden würde. Daher wird dieses Embargo von deutscher Seite wahrscheinlich nicht kommen. Es ist auch immer wieder die Frage, in wie weit ein Recht bzw. Verpflichtung besteht, sich in einen Konflikt einzumischen. Zudem ist es erstaunlich, welche Forderungen plötzlich von der Ukraine an die westliche Welt aufgerufen werden. Ohne Prüfung in die EU und zugleich Nato-Verbündeter werden. Vor dem russischen Angriff hat man dies nicht als notwendig erachtet, weil man unabhängig sein wollte und keine Konzessionen eingehen wollte. So funktioniert Politik nicht.

Der DAX wird heute freundlicher eröffnen und hat gute Chancen noch ein Brikett drauf zu legen. Aber wie in den letzten Tagen, hängt alles von der Nachrichtenlage ab, die aktuell für steigende Kurse spricht, da mögliche Friedensverhandlungen hoffentlich erfolgreich fortgesetzt werden.



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