• Daniel Fehring

DAX Tagesmeinung 07.02.2022

DAX auf Konsolidierungskurs


Die Energiepreise sind aktuell die größte Sorge für unsere Wirtschaftsstabilität. Sie rauben die Kaufkraft der Konsumenten. Dies gepaart mit höheren Mieten und Lebensmittelpreisen lässt das Volk ausbluten. Das Wort „Rücklagen“ bilden wird bald für sehr viele aus dem Duden gestrichen werden müssen.

Das Crude Oil (WTI) erreichte am Freitag Kurse von über 93 USD. Aber was ist der Grund dafür? Es ist gewöhnlich nicht nur ein Grund vorhanden, um die Energiepreise allgemein zu steigern. Zum einen ist die Ukraine Krise ein preistreibender Faktor. Russland hat Blutkonserven und medizinisches Material an die Grenze zur Ukraine transportiert. Truppen zu verlegen ist eine Sache, medizinische Erstversorgung nachrücken zu lassen ist eine andere. Dahinter steckt ein Vorhaben, weil man von Verlusten bzw. Verletzten ausgeht. International würde Russland im Falle eines Angriffes auf die Ukraine als Energie-Exporteur boykottiert werden. Das wäre ein „Hurra“ für die USA, die dann endlich ihr zu teures Fracking-Öl bzw. Gas nach Europa verkaufen könnten. Die USA wären dann wieder einmal der Retter von Europa. Aber…. die Ölpreise müssen dann auf diesem Niveau sein, ansonsten rechnet sich das Ganze nicht.

Ein anderer Grund ist vielleicht die weitere Veräußerung oder Börsennotierung der restlichen ARAMCO (Saudi Arabian Oil-staatlich) Aktien an den internationalen Börsen. Voraussichtlich soll dies in London geschehen. Der Gegenwert soll runde 50 Mrd. USD einbringen. Das wäre der größte Börsengang in dieser Branche jemals. Bislang ist es noch nicht gelungen, genügend Investoren zu finden. Je höher die Ölpreise jedoch sind, desto höher ist auch der Firmenwert von ARAMCO. Daher ist es ein Leichtes oder ein billiger Weg die Öl-Futures zu treiben und dafür die Aktien teuer an den Mann zu bringen. Betrachtet man den WTI-Chart, dann erkennt man eindeutig einen „Jäger“, der den Kurs der Futures treibt. Nicht umsonst geschieht das gerade jetzt. Die Antwort auf diese Fragen, werden wir in den nächsten zwei Monaten erhalten.


DAX Ausblick


Der DAX musste zum Wochenausklag am Freitag noch einmal richtig Federn lassen. Die anfängliche Erholung auf der Oberseite war nur von kurzer Dauer und die guten Arbeitsmarktdaten aus den USA schürten erneut die Zinsängste. Die amerikanischen Märkte sahen in diesen Zahlen eher eine stabile Wirtschaft, daher wurde der Schaden für den DJI (Dow Jones Industrial 30) klein gehalten.

Für den Wochenanfang hat der DAX im asiatischen Handel einen Boden gefunden und aus charttechnischer Sicht sollte von dem Niveau von ca. 15.100 Punkten wieder höhere Kurse zu erwarten sein.

Die asiatischen Märkte sprechen ein wenig dagegen, aber von einer einheitlichen Tendenz kann nicht die Rede sein. Wir gehen heute von einem behaupteten Start des DAX aus. Das Erholungspotential ist vorhanden, daher ist die bullishe Seite heute favorisiert.


Wirtschaftsdaten von Heute


Ganztags Feiertag Neuseeland - Nationalfeiertag

01:30 AUD Einzelhandelsumsätze (Monat) (Jan)

02:45 CNY Caixin Einkaufsmanagerindex (EMI) Dienstleistungen (Jan)

02:45 CNY China EMI Gesamtindex

06:00 JPY Leitindex

07:45 CHF Arbeitslosenquote n.s.a. (Jan)

08:00 GBP Halifax-Hauspreisindex (HPI) (Monat) (Jan)

08:00 EUR Industrieproduktion Deutschland (Monat) (Dez)

16:53 CNY Devisenreserven in USD (Jan)


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